Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Eltern-/Familienbildung

Entwicklung eines Lehrplanentwurfs nach dem 4C/ID-Modell

Zusammenfassung und Fazit

Nach der kurzen Einführung in die historische Entwicklung des 4C/ID-Modells wurde im Kapitel 2 der Grundriss eines Blueprints zum Training eines Bildungs­wissenschaftlers, der im Bereich Eltern-/Familienbildung tätig werden soll, vorge­stellt. Nach der lerntheoretischen Einordnung des 4C/ID-Modells und mediendi­daktischen Überlegungen wurden in Kapitel 3 unter Einbeziehung der Erkenntnisse von Gulikers et al. (2004) konkrete Empfehlungen für die virtuelle Umset­zung des Lernplanentwurfs gegeben.

Die von Bastiaens & Martens (2000) bereits 2000 ausführlich dargelegten und sich seitdem stark weiterentwickelten Bedeutung des virtuellen Lernens (dis­tance learning) gerade auch im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung macht den Bedarf an geeigneten Konzepten für das E-Learning deutlich. Dass das 4C/ID-Modell dafür geeignet ist, zeigen die Empfehlungen zur virtuellen Umsetzung des vorliegenden Blueprints. Besonderer Fokus muss dabei sicherlich auf die Integration von kollaborativen Elementen in virtuelle, situierte Lernaufgaben ge­legt werden (Bastiaens & Martens, 2000).

Eine weitere wichtige Weiterentwicklung ist der Aspekt des selbstgesteuerten Ler­nens (self-directed learning), der eine neue Sichtweise auf Lernaufgaben und ihre Präsentation notwendig macht (van Merriënboer & Sluijsmans, 2009). Es wird erwartet, dass das 4C/ID-Modell zusammen mit der Cognitive Load Theory einen erfolgversprechenden Rahmen für Forschungsprojekte zum selbstgesteuer­ten Lernen bilden kann (van Merriënboer & Sluijsmans, 2009).

Abschließend wird das 4C/ID-Modell als überaus geeigneter ID-Ansatz zur Ver­mittlung komplexer Kompetenzen gewertet; Bildungswissenschaftler/innen kön­nen durch einen geeigneten Blueprint via E-Learning effektiv auf ihre spezifische Tätigkeit (hier: im Bereich der Eltern-/Familienbildung) vorbereitet werden.

© 2012 Monika Köthnig | XHTML 1.0 Strict